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Wu
Admin
Beiträge: 469 | Zuletzt Online: 31.03.2023
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20.07.2019
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keine Angabe
    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. Gestern

      Ich denke, dass die Fridays erst einmal klar sehen, dass die Klimakrise sie treffen wird. Und das sie auch zum Teil klimabewusst leben, ich seh da schon einen Trend zum Veganismus, zu nicht zu fliegen, eventuell auch zu weniger Autos (obwohl sie sicher auch zum Teil noch nicht fahren dürfen). Aber es gibt sicher keine Bewegung zu weg von Handys (die ja auch ein Problem sind).
      Aber das Hauptaugenmerk liegt schon auf Forderung an die Regierung. Und ich glaube, dass es sicher gut ist, Druck auf die Regierung aufzubauen, aber der kann es egal sein, sie werden vorwiegend von Älteren gewählt und machen Politik für sie. Und sie wird die schwere Klimakrise nicht treffen. Wie jetzt mal jemand sagte: "Nach mir die Sintflut, obwohl es vielleicht kein nach mir geben wird."
      Bei vielen Punkten sind die Fridays mir zu schwammig: gerade bei der Frage Grünes Wachstum vs. Grünes Schrumpfen. Und zum Teil sind sie wohl auch mit den Grünen verbandelt (Frau Neugebauer ist z.B. Mitglied).
      So gesehen scheinen mir viele gelebte Ansätze der Postwachstumsökonomie durchaus radikaler. Oder auch die Ansätze von Futurzwei. Also nicht nur der Hinweis darauf, was schiefläuft, sondern die Entwicklung von positiven Visionen. Auch das Aufzeigen, dass weniger (an Konsum) ein mehr an Lebensqualität und Resonanz sein kann. An den Punkten vielleicht gar nicht so weit weg vom Taoismus, obwohl der noch mehr die Natur als die Basis ansehen würde.

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 9" geschrieben. 28.03.2023

      Es geht aus meiner Sicht mehr darum, sich in das, was ist, einzustimmen. Und an dem, was man getan hat, nicht festzuhalten. Es geht gerade darum, mit der Welt zu kreisen, mit der Natur, nicht um sich. Es geht auch darum, Dinge sein lassen zu können. Zerbrochenes nicht zu reparieren, versteh ich hier eher als nicht am vergangenen zu hängen. Nicht als Ablehnung einer Kreislaufwirtschaft.
      Meine Beobachtung ist, dass viele Verbesserungen sich als Verschlimmbesserung herausgestellt haben. Vor allem, Verbesserungen, wo die Welt, die Natur nicht mit einbezogen wird.

      Mal wieder eine meiner Lieblingszitate aus dem alten Taoismusforum (sorry an Saftbefehl):

      Ich glaube nicht, dass wir irgendwas in uns selbst suchen sollten. Wir sollten uns selbst vergessen, das Handeln zurücknehmen und das Wissen und nicht suchen, sondern schauen und hören, die Ohren öffnen, zulassen, uns ergeben, aufgeben.
      Ich glaube, wir brauchen weder im Äußeren noch im Inneren zu suchen. Das Leeren des Herzgeistes halte ich für so elementar: das Wissen vergessen, die Namen, das Selbst, Nicht-Begehren, Nicht-Handeln - Schauen und Hören. Damit habe ich meine besten Erfahrungen gemacht: sowohl, was das Erleben von Kunst und Schönheit und Natur betrifft als auch das Zusammenleben. Eine positive Folge aus dem Zurücknehmen des Ichs ist auch, dass der Geist ruhig und klar wird und dadurch entscheidungskräftiger, mutiger, umsichtiger, einfühlsamer, empfindungsfähiger. Ich erlebe das zumindest so. Da hängt dann auch die "Bewusstlosigkeit" dran. Ich versuche nicht, besser und/oder mehr zu erleben oder zu erkennen oder "Tiefes" vom "Seichten" zu trennen, sondern lasse mich zurückfallen und dann schaue ich, was dabei rauskommt. Bewusstlos heißt für mich, nicht zu planen und zu wünschen, sondern einfach schauen und hören, was passiert. Dann kommt eigenartigerweise auch die ("daogemässe", angemessene, dem Augenblick entsprechende) Handlung und die Nicht-Handlung wie von selbst.

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. 28.03.2023

      Ich denke, dass auch die Grünen eher eine Politik für diese Schichten machen. Dazu kommt noch etwas wie eine Doppelmoral, das, was Paech als modernen Ablasshandel bezeichnet: Ich bin nicht bereit zu verzicht, kaufe mir aber ein gutes Gewissen mittels Bionade und Bioprodukten. Aus meiner Sicht ist eines der Hauptprobleme, dass sie der Ideologie des grenzenlosen Wirtschaftswandels verfallen sind. Und wenig auf die unteren Schichten sehen (Hartz IX haben ja auch die Grünen mitbeschlossen). Wenn letztlich Fleisch viel billiger ist als vegetarische oder vegane Lebensmittel, werden die billigeren Sachen halt gekauft.
      Es bräuchte zudem eine ökologisch-soziale Alternative zu den Grünen.
      Sicher kann man auch als Armer sich ökologisch verhalten und ein einfaches Leben führen, es ist aber oft nicht einfach durchzusetzen. Aber gerade in den aus der Postwachstumsökonomie kommenden Bewegungen seh ich aber schon gute Impulse, zum Teil auch aus den Fridays for Future u.ä. Aber eigentlich bräuchte es eine Zeitenwende , nur seh ich die nur im kleinen.

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 9" geschrieben. 28.03.2023

      Wir können keinen krug halten und füllen zugleich. – Wir können keine
      klinge schärfen und prüfen zugleich. – Angehäufte reichtümer können nur
      verlust erleiden. – Zu jedem augenblick gehört nur ein gefühl. – Ort und
      geschwindigkeit können wir nicht zugleich erkennen. –
      Durch übereifer, eigensucht und stolz zerstören wir,
      was wir aufgebaut haben. –
      TAO bedeutet verständnis dafür,
      daß wir handeln und wirken im nichts und für das nichts.
      Festhalten wollen heißt verlieren.


      Mondrian W. Graf von Lüttichau

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 9" geschrieben. 28.03.2023

      Besser früh aufhören, als zu sehr füllen. Wenn du etwas zu sehr schärfst, wird die Schneide nicht halten. Sammelst du großen Reichtum an, so wird es schwierig, ihn zu schützen. Sagst du zuviel, so entsteht Verwirrung. Gibst du vor zu wissen, so ist das eine Provokation. Gewißheiten werden angegriffen. Hohes Ansehen ist der Ursprung eines schlechten Rufs.
      Es ist besser, Gekrümmtes nicht zu begradigen, Zerbrochenes nicht zu reparieren, Leeres nicht zu füllen. Wenn du Verwirrung zu Antworten formst, werden lediglich noch mehr Fragen entstehen. Schwierigkeiten entstehen durch Einmischung. Lösungen erzeugen Probleme. Versuche, die Welt zu verbessern, und es werden nur noch mehr Probleme entstehen.
      Verweile in Frieden. Sei aufrichtig und liebevoll. Anweisungen zu geben, trübt den Weg. Lehre, ohne reformieren zu wollen. Ruhe, wenn die Arbeit des Tages getan ist.


      Ray Grigg

    • Wu hat das Thema "Zusammen das TTK lesen 9" erstellt. 28.03.2023

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. 28.03.2023

      Hat mich auch erstmal gewundert. Aber wenn man bedenkt, dass die Wählerschaft der Grünen eher oberer Mittelschicht und darüber ist, und auch jene, die auch dienstlich viel fliegen müssen, und eben auch die, die mit dem SUV zum Reformladen fahren, dann kann das schon hinkommen. FDP liegt sicher ähnlich, aber ihr Klientel, eher Apothekenbesitzer und Hotelbesitzer, müssen weniger fliegen. CDU wählen auch viele der unteren Mittelschicht und darunter.
      Und man vergisst auch, dass die Grünen inzwischen eher eine wirtschaftsliberale Partei sind (ich halte ihren Green Deal zudem für einen Irrweg), wie Volker Pisper mal sagte: eine FDP mit Dosenpfand. Bei den Klimalisten ist das sicher anders. Aber die scheinen noch irrelevant zu sein).

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. 24.03.2023

      Erstmal allgemein gemeint. Ein situatives Handeln viel stärker als ein Handeln nach Normen. Sich an der Natur orientieren, und an dem, was in der Situation stimmig ist.
      Zum ökologischen Fußabdruck: Ein einfaches Leben scheint mir den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
      Es ist die Frage, inwieweit das Bewusstsein vom ökologischen Fußabdruck so viel bringt. Man kann es sehr schön an den Wählern der Grünen sehen: sie haben ein hohes Bewusstsein davon, aber den größten ökologischen Fußabdruck. (Amüsanter weise haben Hartz-IV-Empfänger, die vielleicht kein großes Bewusstsein davon haben, einen sehr geringen - es hat also sicher auch etwas mit Reichtum zu tun).

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. 20.03.2023

      Der wirklichkeit entspricht es,
      zu leben wie das wasser:
      Es nützt allem und macht doch niemandem etwas streitig.

      Dazu sollten wir beachten:
      In allem praktischen gilt es, möglichst praktisch zu sein; –
      im gefühl möglichst tief; –
      im verhältnis zu den menschen möglichst offen und achtsam; –
      im denken möglichst nachdenklich; –
      wo wir führen wollen,
      müssen wir schritt um schritt nach vorne schauen; –
      zum arbeiten brauchen wir wissen –
      und um zu handeln, die passende zeit.

      Grundsätzlich gilt:
      Je mehr wir dem alltag gerecht werden,
      desto weniger schaden wir.



      Mondrian W. Graf von Lüttichau

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 8" geschrieben. 20.03.2023

      Das höchste Gute nährt wie Wasser mühelos alles. Wie das Tao fließt es zu den niedrigsten Orten.
      Lebe nah beim Land, halte dich dicht am Boden. Beim Denken erforsche die Tiefen. Gegenüber anderen sei gütig und sanft. Sei bedächtig mit Worten. Im Geschäftlichen sei tüchtig. Wenn Herrschen notwendig ist, so fördere die Ordnung, und sei gerecht. Beim Handeln ist der rechte Zeitpunkt entscheidend.
      Kämpfe mit anderen, und es wird Beschuldigungen geben. Hast du vorgefasste Meinungen, so entsteht Verwirrung. Versuchst du, den Fluss aufzuhalten, so wird Misserfolg eintreten.
      Folge der abwärtsfließenden Tendenz zur Bescheidenheit. Von der Geburt bis zum Tode ist die Richtung klar. Gib nach, und verändere dich wie Wasser. Alles fließt abwärts; deshalb besteht kein Unterschied zwischen einer Sache und einer anderen.


      Ray Grigg

    • Wu hat das Thema "Zusammen das TTK lesen 8" erstellt. 20.03.2023

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 18.03.2023

      Zitat von Kassandra im Beitrag #6
      Irgendwie klingt das z. T. alles sehr bedrückend. So als würde man selbst gar nicht zählen sondern wäre nur ein Gefäß, oder eine Marionette, die erschaffen wurde einzig und allein zu dem Zweck, dass das Leben sich dadurch selbst erfahren kann. Wir, die Gefäße, sind bedeutungslos. Mal ganz nüchtern ausgedrückt.


      Ich versuche es nochmal aus einer anderen Richtung. Wenn wir das Leben nur nach Ich-Aspekten gestalten, und uns nicht als Natur sehen, dann sind wir letzten Endes entfremdet und selbstzerstörerisch. Wenn wir uns als Natur sehen, uns ihren Rhythmen, ihren Bedürfnissen, ihrer Geschwindigkeit anpassen, verlieren wir zwar uns selbst, aber mein Leben ist erfüllender. Gerade dadurch, dass ich nur mein Glück im Blick habe, werde ich unglücklicher. Wie sagte Brecht so schön: "Alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher. "

      Das mit der Bedeutung ist Deutung. Ich halte die Natur, das Leben, schon bedeutsamer, als dass ich nach meinen Vorstellungen lebe, und dadurch die Natur zerstöre und letztlich die Menschheit. (Ob die Erde ohne uns Menschen schlechter dran wäre, ist halt dann die Frage. Wie es in einem alten Witz hieß: Unterhalten sich zwei Planeten. Sagt der eine: Du, ich habe Homo sapiens. Sagt der andere: Hatte ich auch mal. Das geht vorüber.) Man könnte sagen: Das Ganze hat eine größere Bedeutung als das Einzelne. Aber gerade durch diese Einsicht bekommt das Einzelne Bedeutung. Durch ein Einstimmen auf das Ganze wird auch mein Leben stimmig.

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 17.03.2023

      Der Meister sprach: „Das Dao schützt und stützt die zahllosen Lebewesen, gewaltig, gewaltig ist seine Größe! Der Edle kann nicht anders, als seinen Herz-Geist dafür freizuhalten. Handeln, ohne einzugreifen, wird Dao der Natur genannt; sprechen, ohne einzugreifen, wird Dao der Wirkkraft genannt; die Menschen zu lieben und den Lebewesen zu nützen, wird Menschlichkeit genannt; das Ungleiche anzugleichen, wird Größe genannt; im Umgang miteinander sich nicht als etwas Besonderes abzuheben, wird Weitherzigkeit genannt; zahllose Eigenheiten zu besitzen, wird Reichtum genannt. Daher: Wirkkraft trägt in sich, wer einer Leitlinie folgt; Wirkkraft entfaltet, wer sich behauptet; dem Dao zu folgen, heißt vorbereitet zu sein; sich durch [äußerliche] Dinge in seinem Willen nicht beirren zu lassen, heißt ans Ende zu gelangen.

      Wenn der Edle diese zehn [Sätze] versteht, wie umfassend wird die Größe seiner Herzens-angelegenheiten sein, wie erfüllend wird seine Begegnung mit den zahllosen Lebewesen sein! Wenn er sich daran hält, dann kümmert ihn nicht das Gold, das in den Bergen steckt, kümmern ihn nicht die Perlen, die im tiefen Wasser liegen; aus Reichtum und Besitz zieht er keinen Nutzen; Adel und Ruhm berühren ihn nicht; ein langes Leben freut ihn nicht, es stimmt ihn nicht traurig, wenn er früh stirbt; Aufstieg gereicht ihm nicht zur Ehre, er schämt sich nicht, arm zu sein; langes Leben und früher Tod – all das vergißt er, Armut und Aufstieg sind für ihn nicht der Rede wert. Er nimmt nicht für sich privat in Anspruch, was der ganzen Welt nützt; er betrachtet sich nicht als König unterm Himmel, der sich in seiner Macht sonnt. [Seine] Macht ist die Einsicht, daß die zahllosen Lebewesen als eines zusammengehören, daß Sterben und Leben dasselbe sind.“


      Zhuangzi 12.2

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 17.03.2023

      Naja, man kann da auch wissenschaftliche Ansätze heranziehen, die meinen, dass der Modi des Ichs ein illusionärer, künstlicher ist. z:B. Thomas Metzinger "Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik" oder die Forschungen von Wolf Singer. Buddha würde das als "Ichen" (ein Ich erschaffen) bezeichnen.
      Der Daoismus weist hier (und auch an vielen anderen Stellen) auf den Modi der Einheit hin. Er ignoriert den Modi des Ichs nicht (Zhuangzi spricht von zwei Wege gleichzeitig gehen), kennt aber durchaus auch das "Sein Ich verloren haben" (Zhuangzi - Flötenspiel des Himmels). Er erachtet zudem den Impuls mit dem Fluss des Lebens zu fließen als effektiver, als gegen den Strom des Lebens zu schwimmen, was der Weg des Ichs oft ist. Ataraxia in der Stoa verweist für mich auf etwas ähnliches, wenngleich im Daoismus da eher auf eine Gleichwertigkeit der Gefühle hingewiesen wird. Aber das müsste man sich mal genauer anschauen. Aber man kann ja Gelassenheit auch als die Dinge sein lassen, wie sie sind, sehen.
      Das das Leben sich durch uns erfährt, wäre ja eine Trennung zwischen uns und dem Leben (und man würde aus dem Leben ein Ich machen, das sich erfährt, das wäre dann so ähnlich, wie manche Neoadvaita-Anhänger das mit dem Bewusstsein sehen, was für mich nicht stimmig ist).

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Religiöse/spirituelle Videos" geschrieben. 17.03.2023

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 15.03.2023

      Die wirklichkeit ist ewig und ohne anfang.
      Warum aber?
      Weil sie nicht als einzelnes lebt; weil sie sich nicht zerteilen läßt
      in natürlich und nicht–natürlich, in lebendig und tot.
      Darin liegt die voraussetzung zu unvergänglichkeit.
      TAO bedeutet also, darauf zu verzichten,
      unser selbst (oder ich) als gegensatz zu anderen zu verstehen.
      Dadurch können wir uns von den wellen der gemeinschaft tragen lassen.
      TAO ist,
      wenn wir spüren, daß unser ich als einzelnes
      ohne gewicht und wirkungslos bleibt.
      Dadurch werden wir erkennen,
      daß wir grenzenlos sind als teil der einheit.
      TAO bedeutet, keinen nutzen aus unserem selbst zu ziehen.
      So werden wir eher unserem wesen entsprechen.


      Mondrian W. Graf von Lüttichau

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 14.03.2023

      Ungeboren, stirbt es nicht. Ohne Gestalt, vergeht es nicht. Wenn es einen Anfang gibt, kommt auch ein Ende. Gebe einer Idee Form, so liegt schon darin ihre Auflösung begründet.
      Binde das Denken nicht durch Form oder das Verstehen durch Selbst. Binde Selbst nicht durch Gedanken. Begrenze Fragen nicht durch Antworten. Indem du zurückbleibst, bleibe vorn. In Ungewißheit, sei zuversichtlich. Ohne Selbst, sei verwirklicht.
      Darin liegt das Dilemma. Alles Tun ist Ent-Tun. Jeder Gedanke ist unvollständig, jede Wahrheit unwahr. Sprich etwas aus, und es ist falsch. Stille ist nicht genug. Der Name ist nicht das Ding. Der Gedanke ist nicht das Verstehen.
      Lehren lindert die Last der Unwissenheit durch die Illusion des Verstehens. Der blinde Schüler folgt dem blinden Lehrer und lauscht der Weisheit des Klopfens mit dem Rohrstock.
      Löse Fragen auf, indem du Antworten auflöst. Wenn es keine Antworten mehr gibt, kann der Lehrer ehrlich gegenüber denen sein, die folgen.


      Ray Grigg

    • Wu hat einen neuen Beitrag " Zusammen das TTK lesen 7" geschrieben. 14.03.2023

      Ich würde nicht Ego und Ich unterscheiden wollen. Ego ist ja nur das lateinische Wort für Ich.
      Der Ausgangspunkt ist ja hier die Beobachtung der Natur. (Man geht also mal wieder nicht vom Menschen aus). Das, was ohne Ich-Bemühen (letztlich unbewusst) ist, funktioniert effizienter.
      Der weitere Punkt hier ist auch Wu Wei, nichtwillentliches Tun/Geschehen. Zudem ein Modell, was ziemlich westlicher Logik widerspricht, aber im TTK öfters auftaucht: Formal gesprochen: A ist nicht A, eben deshalb ist es A.

    • Wu hat einen neuen Beitrag "Zusammen das TTK lesen 6" geschrieben. 10.03.2023

      Ich finde schon sinnvoll, dass die Kraft des Entstehens als Mutter gedacht wird.

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Wu
Betreff:


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